Ratgeber · 11. Oktober 2026

UGC-Video Format für TikTok, Reels und Shorts: Länge, 9:16 und sichere Zonen

Von Olga Lapotta, UGC-Creatorin in der Nähe von Hamburg. Produziert für L’Oréal, Maybelline, Wolt, Sofatutor und SumUp.

Welches Format brauchen UGC-Videos für TikTok, Reels und Shorts? Seitenverhältnis, Länge und sichere Zonen laut den offiziellen Vorgaben.

Smartphone auf einem kleinen Stativ auf einem Holztisch zeigt ein vertikales Video, in dem zwei Hände ein Pflegeprodukt halten, daneben ein Eukalyptuszweig, ein Blatt Papier mit einem Raster im Hochformat und ein Stift
Bild: KI-generiert
Inhalt

UGC-Videos für TikTok, Reels und Shorts entstehen am besten vertikal im Format 9:16, mit Text, Produkt und Gesicht im mittleren Bildbereich. Die Höchstlängen liegen bei mehreren Minuten. Daneben gelten kürzere Grenzen: Im Shorts-Feed laufen nur die ersten 60 Sekunden, organische Reels für Anzeigen müssen unter 90 Sekunden bleiben. Mindestens so wichtig sind die sicheren Zonen, denn am Rand überdecken Oberfläche und Call-to-Action das Bild.

Stand: 06.10.2026, geprüft an den Hilfeseiten von TikTok, Meta und Google.

Die meisten Zahlen unten stammen aus den Vorgaben für Werbeanzeigen. Für organische Shorts nennt YouTube eigene Werte, sie sind gesondert ausgewiesen. Vorgaben für organische Posts auf TikTok und Instagram wertet dieser Ratgeber nicht aus. Wer ein UGC-Video später als Anzeige einsetzen will, plant sinnvoll gleich nach den Anzeigenvorgaben.

Kurzantwort: die Werte im Überblick

PlattformSeitenverhältnisLängeQuelle
TikTok (In-Feed, ohne Spark)9:16 empfohlen, mindestens 540 x 960 pxbis 10 MinutenTikTok Ads Hilfe
TikTok Spark Adskeine AngabeHilfeseiten widersprechen sich, sicher unter 10 MinutenTikTok Ads Hilfe
Instagram Reels (Anzeige)9:16, 1.440 x 2.560 px0 Sekunden bis 15 MinutenMeta Leitfaden für Werbeanzeigen
YouTube Shorts (Anzeige)9:16 passt am bestenbis 3 Minuten, im Feed laufen die ersten 60 SekundenGoogle Ads Hilfe

Gemeinsam ist allen drei Plattformen das vertikale Vollbild. Ein Video in 9:16 passt deshalb in alle drei Kanäle.

TikTok

Laut TikTok empfiehlt sich für In-Feed-Anzeigen ohne Spark Ads das vertikale Format 9:16 mit mindestens 540 x 960 Pixeln. Quer (16:9) sind mindestens 960 x 540 Pixel möglich, quadratisch (1:1) mindestens 640 x 640 Pixel. Erlaubt sind die Dateitypen .mp4, .mov, .mpeg, .3gp und .avi. Die Länge darf bis zu zehn Minuten betragen, die Datei höchstens 500 MB groß sein, die Bitrate liegt bei mindestens 516 kbps.

Der Anzeigentext erscheint laut TikTok in weißer Schrift, die sich nicht anpassen lässt. Klickbare Links, @ und Hashtags sind darin nicht möglich.

Bei Spark Ads sieht es anders aus. Die Caption kommt laut TikTok aus dem organischen Video, angezeigt werden davon höchstens vier Zeilen, Emojis eingerechnet. Das Format ist .mp4 oder .mov. Zur Länge widersprechen sich zwei Hilfeseiten von TikTok: Die Videovorgaben nennen für Spark Ads keine Beschränkung, die Hilfeseite zu Spark Ads dagegen höchstens zehn Minuten. Wer unter zehn Minuten bleibt, ist auf der sicheren Seite. Wie der Ablauf mit dem Code funktioniert, steht in Spark Ads mit UGC.

Zu den sicheren Zonen nennt TikTok keine festen Prozentwerte. Sie hängen laut TikTok vom Format, von der Länge der Caption und von zusätzlich genutzten Formaten ab. TikTok stellt dafür Vorlagen zum Herunterladen bereit. Es lohnt sich, die passende Vorlage vor dem Dreh über die Vorschau zu legen, statt sich allein auf eine Faustregel zu verlassen.

Instagram Reels

Für Instagram Reels nennt Meta im Leitfaden für Werbeanzeigen das Seitenverhältnis 9:16 bei einer Auflösung von 1.440 x 2.560 Pixeln. Das Video darf zwischen 0 Sekunden und 15 Minuten lang sein und höchstens 4 GB groß. Als Format gelten MP4 oder MOV mit H.264, der Ton als Stereo-AAC mit mindestens 128 kbit/s.

Die sichere Zone beziffert Meta in diesem Leitfaden genau: Mindestens 14 % oben, 35 % unten und je 6 % an den Seiten sollen frei von Text, Logos und anderen wichtigen Gestaltungselementen bleiben, damit nichts von Profilsymbol und Call-to-Action verdeckt wird. Meta nennt diese Werte für Instagram Reels. Für TikTok und Shorts gelten sie nicht automatisch.

In der Dokumentation für Entwickler beschreibt Meta Reels als Vollbild-Format. Dort steht auch der Hinweis, die unteren 35 % des 9:16-Bildes frei von Text, Logos und anderen Schlüsselelementen zu halten. Außerdem empfiehlt Meta, für Ton zu gestalten, also mit Musik, Voiceover oder Geräuschen. Organische Reels, die als Anzeige weiterverwendet werden sollen, müssen laut Meta kürzer als 90 Sekunden sein. Wie eine Anzeige über das Konto der Creatorin läuft, steht in Partnership Ads einrichten.

YouTube Shorts

Laut Google Ads passen vertikale Videos im Format 9:16 am besten zu Shorts. Videoanzeigen dürfen bis zu drei Minuten lang sein, im Shorts-Feed laufen aber nur die ersten 60 Sekunden. Google empfiehlt Anzeigen unter 60 Sekunden, passend zum Sehverhalten bei Shorts. Der CTA-Button erscheint bei Performance-Max-, App- und Demand-Gen-Kampagnen nach drei Sekunden, bei Video-View- und Video-Reach-Kampagnen nach zehn Sekunden. Nach 50 Sekunden blendet YouTube ein Overlay ein, über das Zuschauer den Rest auf der Wiedergabeseite ansehen.

Für organische Shorts gilt laut YouTube Hilfe: Shorts können bis zu drei Minuten lang sein, und Videos im quadratischen oder vertikalen Format bis drei Minuten werden als Shorts eingeordnet.

Aus den beiden Zeitangaben folgt: Im Shorts-Feed laufen nur die ersten 60 Sekunden einer Anzeige, ab Sekunde 50 erscheint das Overlay. Der Kern der Botschaft gehört in die ersten 50 Sekunden, nicht ans Ende.

Was das für Dreh und Briefing heißt

Aus den Vorgaben lassen sich einige Empfehlungen ableiten. Sie beschreiben, wie ein Video zu den Vorgaben passt, und versprechen keine bestimmte Wirkung.

Vertikal drehen. Weil alle drei Plattformen 9:16 empfehlen oder nennen, ist ein vertikales Video in hoher Auflösung ein guter Ausgangspunkt für TikTok, Reels und Shorts. Quer- oder Quadratfassungen sind eigene Varianten und sollten vorher abgesprochen werden.

Wichtiges in die Mitte. Eingeblendeten Text, das Produkt und das Gesicht aus den unteren 35 % des Bildes heraushalten. Das ist Metas Vorgabe für Instagram Reels. TikTok und Google nennen keinen Prozentwert, der Meta-Wert taugt dort als Vorsichtsmaß. Eine Vorgabe dieser Plattformen ist das nicht.

Kopfbereich und Seitenränder frei halten. Auch oben und an den Seiten bleibt Platz. Laut Meta wird sonst etwas abgeschnitten, vom Profilsymbol oder Call-to-Action verdeckt oder rückt bei Geräten mit Bildschirmen, die höher als 9:16 sind, zu nah an den Rand.

Ton mitdenken. Meta empfiehlt, für Ton zu gestalten. Direkte Ansprache in die Kamera oder ein Voiceover erfüllt das.

Länge im Briefing festlegen. Wenn das Video auch als Anzeige laufen soll, gehört die Zielplattform ins Briefing, weil die Grenzen von 60 Sekunden im Shorts-Feed bis 15 Minuten bei Reels weit auseinanderliegen. Welche Angaben außerdem hineingehören, zeigt die Briefing-Vorlage.

Vorlagen der Plattform nutzen. Wo die Plattform eine Vorlage anbietet, wie TikTok mit seinen Vorlagen zum Herunterladen, gehört sie vor dem Dreh über die Vorschau. Bei TikTok ist das besonders hilfreich, weil es dort keine festen Prozentwerte gibt.

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Häufige Fragen

Welches Seitenverhältnis ist für UGC-Videos auf TikTok, Reels und Shorts richtig?

Vertikal im Format 9:16. TikTok empfiehlt es für In-Feed-Anzeigen, Meta nennt es für Anzeigen in Instagram Reels (1.440 x 2.560 Pixel), und laut Google passen vertikale Videos im Format 9:16 am besten zu Shorts.

Wie lang darf ein Short sein?

Laut YouTube Hilfe können Shorts bis zu drei Minuten lang sein. Videos im quadratischen oder vertikalen Format bis drei Minuten werden als Shorts eingeordnet. Bei Shorts-Anzeigen laufen laut Google Ads im Shorts-Feed nur die ersten 60 Sekunden.