Ratgeber · 06. Oktober 2026
Partnership Ads einrichten: UGC-Anzeigen über Instagram und Facebook schalten
So schaltet eine Marke ein UGC-Video als Partnership Ad über das Instagram- oder Facebook-Konto der Creatorin, vom Code bis zur Kontofreigabe.
Inhalt
Bei einem Partnership Ad schaltet die Marke die Anzeige mit dem Instagram- oder Facebook-Konto der Creatorin im Kopf der Anzeige. Dafür gibt die Creatorin entweder einen einzelnen Inhalt frei oder erteilt der Marke eine Berechtigung für ihr ganzes Konto. Beides kann sie laut Instagram jederzeit widerrufen. Stand: 04.10.2026, geprüft an den Hilfeseiten von Instagram und Meta.
Was Partnership Ads sind
Laut Instagram heißen Branded Content Ads jetzt Partnership Ads. Hinter einem Partnership Ad steht Werbebudget der Marke, hinter einem gewöhnlichen Kooperationsbeitrag nicht. Laut Instagram stehen die Konten beider Seiten im Header der Anzeige, und die Anzeigen werten Signale beider Konten aus, um Ranking und Performance zu verbessern. Das ist eine Angabe von Meta, kein von mir geprüftes Ergebnis.
Für UGC heißt das: Das Video läuft mit dem Namen und dem Profil der Creatorin, nicht als Material ohne Absender. Auf TikTok heißt das vergleichbare Format Spark Ads, dazu gibt es einen eigenen Ratgeber: Spark Ads mit UGC.
Voraussetzungen
Auf Seiten der Creatorin braucht es laut Instagram ein professionelles Instagram-Konto oder eine Facebook-Seite beziehungsweise ein Facebook-Profil im Professional-Modus. Dazu kommen Qualifizierungskriterien: eine authentische, etablierte Präsenz mit einer ausreichenden Anzahl an Followern, die Einhaltung der Gemeinschaftsrichtlinien einschließlich der Regeln zu geistigem Eigentum, Authentizität und Sicherheit, und keine Inhalte, die als Fehlinformation oder Falschmeldung eingestuft wurden.
Für Personen mit Wohnsitz in der EU, im EWR und in der Schweiz kommt laut derselben Seite ein Punkt hinzu: Die Möglichkeit, Werbung zu schalten und mit Anzeigen Geld zu verdienen, ist eingeschränkt, wenn ihr Konto ein Abo zur werbefreien Nutzung von Meta-Produkten oder eine weniger stark personalisierte Werbeeinstellung hat. Das sollte die Creatorin vor der Zusage prüfen.
Auf Seiten der Marke braucht es ein Werbekonto, die Anzeige entsteht laut Instagram im Werbeanzeigenmanager. Eine Freigabe für Partnership Ads ersetzt keine Vereinbarung zu Laufzeit, Kanälen und Vergütung. Bei mir sind organische und bezahlte Nutzung für zwölf Monate im Paket enthalten, Partnership Ads über mein eigenes Profil gibt es auf Anfrage und mit eigener Zusage. Welche sechs Punkte insgesamt geklärt sein sollten, steht in UGC-Nutzungsrechte: die Checkliste vor der Buchung.
Zwei Arten der Freigabe
Laut Instagram gibt es zwei Arten von Berechtigungen für Partnership Ads: auf Inhaltsebene und auf Kontoebene. Die erste ist enger und für einzelne Promotions gedacht, die zweite ist weiter gefasst und laut Instagram für kontinuierliche Partnerschaften geeigneter.
Freigabe für einen einzelnen Inhalt
Mit einer Berechtigung auf Inhaltsebene gibt die Creatorin einen einzelnen Beitrag, eine Story oder ein Reel frei. Dafür gibt es laut Instagram zwei Wege.
Der erste ist der Partnership-Ad-Code. Die Creatorin kann ihn beim Erstellen eines Inhalts auf Instagram anfordern oder für einen schon veröffentlichten Inhalt auf Instagram oder Facebook, und sie kann jederzeit einen neuen Code bekommen. Mit dem Code kann die Marke den Inhalt als Anzeige nutzen, egal ob es sich um Branded Content handelt und ob die Marke darin markiert ist.
Der zweite Weg kommt ohne Code aus. Die Creatorin markiert die Marke im Label „Bezahlte Werbepartnerschaft“ und sorgt dafür, dass der Schalter „Markenpartnern das Bewerben gestatten“ eingeschaltet ist. Dann kann die Marke laut Instagram aus diesem bestehenden Inhalt eine Anzeige erstellen.
Freigabe für das ganze Konto
Die Anfrage schickt die Marke über den Creator Marketing Hub, dort prüft sie laut Meta auch den Status ihrer Berechtigungen. Den Hub erreicht sie in der Meta Business Suite über „Creator-Marketing“ in der linken Navigationsleiste oder im Werbeanzeigenmanager über „Alle Tools“ > „Bewerben“. Laut Meta ist er möglicherweise noch nicht für jedes Konto verfügbar.
Sind Instagram- und Facebook-Konto der Creatorin verknüpft, bekommt sie die Anfrage laut Instagram auf beiden Plattformen. Annehmen kann sie im Hub für Partnership Ads, in der Instagram-App oder in der Facebook-App. Danach kann die Marke laut Instagram:
- Partnership Ads über den Namen der Creatorin erstellen, ohne dass dafür ein Inhalt vorhanden sein muss,
- Anzeigen aus allen vorhandenen Inhalten der Creatorin erstellen, in denen die Marke markiert ist, über das Label, eine @-Erwähnung, eine Personen- oder Produktmarkierung oder eine Collab,
- die Custom Audience der Creatorin in die Kampagne einbeziehen oder ausschließen.
Was Meta im September 2026 zum Hub angekündigt hat, darunter Freigaben mit Ablaufdatum, steht in Metas Creator Marketing Hub: Freigaben mit Ablaufdatum ersetzen keinen Vertrag.
Laufzeit, Archivieren und Widerruf
Laut Instagram ist der Schalter „Markenpartnern das Bewerben gestatten“ bei neu erstelltem Branded Content der Creatorin automatisch eingeschaltet, solange ihr letzter Branded-Content-Beitrag nicht länger als 28 Tage zurückliegt und sie aktiv mit einer Marke an Partnership Ads arbeitet.
Widerrufen können Creator und andere Partner ihre Berechtigungen laut Instagram jederzeit. Archivieren ist dagegen kein Widerruf. Laut Instagram behält eine Marke mit Ad-Code ihren Zugriff, wenn die Creatorin den Inhalt auf Instagram archiviert. Marken mit Berechtigung auf Kontoebene oder für Branded Content können archivierte Inhalte laut Instagram ebenfalls weiter bewerben. Archivierte Facebook-Inhalte lassen sich dagegen nicht als Partnership Ad bewerben.
Partnership Ads oder eigener Upload
Die Abwägung ist dieselbe wie bei TikTok und steht ausführlich im Ratgeber zu Spark Ads. Kurz gesagt: Ein Partnership Ad zeigt das Konto der Creatorin im Header und passt, wenn der Bezug zur Person Teil der Botschaft ist. Ein eigener Upload läuft nur über das Konto der Marke und passt für Hook-Tests mit mehreren Einstiegen, wie ich sie in UGC Video für Marken beschreibe.
Fünf Punkte vor der Freigabe
Ein Code, höchstens zwei Marken. Laut Instagram können Ad-Codes von maximal zwei Partnern gleichzeitig verwendet werden. Arbeiten mehr Marken mit demselben Video, gehört das vor dem Teilen des Codes geklärt.
Die Eignung hängt am ganzen Konto. Ein Inhalt, der als Fehlinformation eingestuft wird, kann laut Instagram dazu führen, dass die Berechtigung für Partnership Ads insgesamt verwehrt oder entzogen wird, nicht nur für dieses eine Video.
Während der Anzeige ist der Beitrag gesperrt. Solange ein Inhalt als Partnership Ad läuft, kann die Creatorin ihn laut Instagram nicht bearbeiten. Löschen kann sie ihn, dann wird die Anzeige aber nicht mehr ausgeliefert. Korrekturen an der Caption gehören deshalb vor die Freigabe.
Kommentare. Die Marke kann laut Instagram Kommentare unter der Anzeige und unter dem Originalbeitrag verbergen, die Creatorin kann sie wieder einblenden. Wer die Kommentare betreut, gehört in die Absprache.
Der 28-Tage-Schalter ist keine Vereinbarung. Er sagt nach meinem Verständnis nur, ob die Marke technisch bewerben kann, nicht wie lange, in welchen Ländern und gegen welche Vergütung. Welche Punkte dafür ins Briefing gehören, steht in Ein UGC-Briefing, das funktioniert, der Ablauf von der Buchung bis zur Übergabe in UGC Creator buchen: so läuft die Zusammenarbeit ab.
- UGC-Nutzungsrechte: die Checkliste vor der Buchung
- Spark Ads mit UGC: So läuft die Anzeige über den Account der Creatorin
- UGC Video für Marken: Authentische Werbevideos statt Hochglanz-Spots
- UGC Creator buchen: so läuft die Zusammenarbeit ab
- Ein UGC-Briefing, das funktioniert: Vorlage zum Kopieren
- Metas Creator Marketing Hub: Freigaben mit Ablaufdatum ersetzen keinen Vertrag
Schreib mir kurz, was du vorhast. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung und einem Angebot.
Anfrage sendenHäufige Fragen
Sind Partnership Ads im Preis für ein UGC-Video enthalten?
Das ist eine Frage der Vereinbarung und gehört deshalb hinein. Bei mir sind organische und bezahlte Nutzung für zwölf Monate enthalten. Partnership Ads über mein eigenes Profil sind nicht automatisch dabei, es gibt sie auf Anfrage und mit eigener Zusage.
Erscheint ein Partnership Ad auch im Profil der Creatorin?
Das hängt davon ab, woraus die Anzeige gemacht ist. Beruht sie auf einem vorhandenen Beitrag, steht dieser Beitrag im Profil, solange die Creatorin ihn nicht archiviert. Einen archivierten Instagram-Beitrag kann die Marke laut Instagram weiter bewerben, im Profil ist er dann nicht mehr zu sehen. Erstellt die Marke mit einer Berechtigung auf Kontoebene eine Anzeige ohne vorhandenen Inhalt, wird sie laut Instagram nicht im Profil oder auf der Seite der Creatorin angezeigt.