Blog · 03. Juli 2026
UGC Creator buchen: so läuft die Zusammenarbeit ab
Du willst eine UGC Creatorin buchen und weißt nicht, was dich erwartet? Hier erkläre ich den Ablauf aus meiner eigenen Praxis: vom ersten Kontakt bis zur fertigen Videodatei.
Eine UGC Creatorin zu buchen dauert von der ersten Nachricht bis zur fertigen Videodatei realistisch ein bis drei Wochen und läuft in sechs Schritten ab: Erstgespräch, Briefing, Produkt-Versand, Dreh, Feedback und finale Lieferung. Genau diese Frage nach dem Ablauf höre ich von Marken häufiger als die nach dem Preis. Hier erkläre ich jeden Schritt so, wie ich ihn aus meiner eigenen Arbeit kenne.
Schritt 1: Das Erstgespräch (Tag 1 bis 2)
Der erste Schritt ist eine kurze Abstimmung, meist per E-Mail oder in einem kurzen Call. Dabei kläre ich mit der Marke drei Dinge: was beworben werden soll, für welchen Kanal das Video gedacht ist und welche Botschaft im Mittelpunkt stehen soll.
Das Erstgespräch klingt selbstverständlich, wird aber häufig übersprungen. Das Ergebnis sind dann Briefings, die viel zu offen sind: „Mach einfach was Authentisches.” Das klingt nach Freiheit, führt aber meistens zu einem Video, das nicht das trifft, was die Marke eigentlich wollte.
Ein klares Erstgespräch spart mehrere Feedbackrunden.
Schritt 2: Briefing und Konzept (Tag 2 bis 4)
Nach dem Erstgespräch bekomme ich das Briefing. Entweder liefert die Marke eines, oder wir entwickeln es gemeinsam. Ein gutes Briefing enthält: das Kernversprechen des Produkts, die Zielgruppe, den Ton (sachlich, humorvoll, emotional) und konkrete Don’ts.
Falls ein Skript erwartet wird, schreibe ich es in dieser Phase und schicke es zur Freigabe. Das ist der Moment, an dem Marken am aktivsten mitdenken sollten. Änderungen am Konzept jetzt kosten eine E-Mail. Änderungen nach dem Dreh kosten Zeit und manchmal einen neuen Dreh.
Schritt 3: Produkt-Versand (bei physischen Produkten)
Wenn das Produkt physisch ist, schickt mir die Marke es zu. Das dauert je nach Versandweg ein paar Tage. Ich bestätige den Eingang und mache mich mit dem Produkt vertraut, bevor ich drehe. Dieser Schritt entfällt bei Dienstleistungen oder digitalen Produkten.
Schritt 4: Dreh und Rohschnitt (Tag 5 bis 10)
Ich drehe nach abgestimmtem Konzept und Skript. Danach folgt der Schnitt: Musik, Untertitel, Pacing, ggf. Text-Overlays. Was genau im Paket enthalten ist, klären wir vorher.
Wichtig: Während Dreh und Schnitt gibt es von meiner Seite keine Statusmeldungen alle paar Stunden. Die Marke hat das Briefing freigegeben, ich produziere. Das ist für viele Marken am Anfang ungewohnt, gerade wenn sie es aus anderen Zusammenhängen gewohnt sind, jeden Schritt abzunicken.
Schritt 5: Lieferung und Feedback (Tag 10 bis 14)
Das fertige Video liefere ich als Datei oder über einen Download-Link. Dazu gibt es eine kurze Notiz, was ich beim Dreh beachtet habe und warum ich bestimmte Entscheidungen getroffen habe.
Dann ist die Marke dran: eine Feedbackrunde ist Standard. Konkrete Rückmeldungen funktionieren besser als allgemeine. „Der Ton am Anfang ist zu zögerlich, kannst du direkter einsteigen?” ist hilfreich. „Irgendwie fühlt es sich nicht richtig an” ist schwerer umzusetzen.
Schritt 6: Finale Datei und Nutzungsrechte
Nach dem Feedback liefere ich die finale Version. Mit der Bezahlung gehen die vereinbarten Nutzungsrechte auf die Marke über: Sie kann das Video auf den abgesprochenen Kanälen schalten.
Was viele vergessen: die Nutzungsrechte vorher klar abzustecken. Darf das Video zeitlich unbegrenzt laufen? Auf welchen Kanälen? Für Whitelisting? Das gehört ins Briefing, nicht in eine Nachfrage nach der Lieferung.
Was den Ablauf verlangsamt
Aus meiner Erfahrung gibt es drei Dinge, die den Prozess unnötig in die Länge ziehen:
- Zu viele Ansprechpartner auf Markenseite, die sich nicht einig sind
- Briefings, die nach dem Dreh noch geändert werden sollen
- Fehlende Entscheidung über Nutzungsrechte erst am Ende
Wenn diese Punkte vorab geklärt sind, läuft eine Zusammenarbeit oft reibungsloser als erwartet.
Wenn du eine UGC Creatorin buchen willst und dir nicht sicher bist, was du vorbereiten musst, schreib mir kurz an info@lapotta.com. Ich sage dir ehrlich, ob und wie wir zusammenarbeiten können.
Schreib mir kurz, was du vorhast. Ich melde mich mit einer ehrlichen Einschätzung und einem Angebot.
Anfrage sendenHäufige Fragen
Wie lange dauert es von der Buchung bis zum fertigen UGC-Video?
Das variiert, aber ein realistischer Rahmen ist ein bis drei Wochen. Darin stecken Briefing, Abstimmung, Dreh, Schnitt und eine Feedbackrunde. Wer ein klares Briefing mitbringt, verkürzt den Prozess erheblich.
Was muss ich als Marke vorbereiten, bevor ich eine UGC Creatorin buche?
Idealerweise weißt du vorab: welches Produkt oder welche Dienstleistung beworben werden soll, auf welchem Kanal das Video laufen soll (TikTok, Instagram, Meta Ads) und welche Botschaft im Vordergrund stehen soll. Das reicht für ein gutes Erstgespräch.
Wie viele Korrekturschleifen sind üblich?
Eine bis zwei Feedbackrunden sind Standard. Meistens reicht eine, wenn das Briefing vorher klar war. Mehr als zwei Schleifen sind ein Zeichen, dass das Briefing zu offen war oder die Erwartungen zu Beginn nicht abgeglichen wurden.