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Skincare · 25. August 2026

Skincare Routine: die vier Schritte, die für die meisten reichen

Von Olga Lapotta, UGC-Creatorin in der Nähe von Hamburg. Ich filme Beauty-Produkte beruflich, unter anderem für L’Oréal und Maybelline.

Reinigen, Feuchtigkeit, Sonnenschutz, Geduld. Warum vier Schritte meistens genügen und woran du merkst, dass deine Routine zu voll geworden ist.

Die vier Schritte einer einfachen Skincare Routine im Überblick

Eine Skincare Routine braucht vier Schritte: Reinigen, Feuchtigkeit, Sonnenschutz am Tag und die Geduld, das über Wochen durchzuhalten. Alles darüber hinaus ist eine bewusste Entscheidung für ein bestimmtes Ziel, kein Grundbedarf. Ich schreibe das als jemand, die Beauty-Produkte beruflich filmt und dabei mehr Regale von innen gesehen hat als die meisten.

Die vier Schritte

Reinigung. Morgens reicht bei den meisten Wasser oder etwas sehr Mildes. Abends kommt runter, was tagsüber drauf war, also Make-up, Sonnenschutz, Stadt. Wenn sich die Haut nach dem Waschen spannt, spricht das eher für eine zu scharfe als für eine zu schwache Reinigung.

Feuchtigkeit. Eine Pflege, die zu deinem Hauttyp passt, morgens und abends. Trockene Haut mag reichere Texturen, fettige Haut leichte. Das ist keine Wissenschaft, das ist Ausprobieren über ein paar Wochen.

Sonnenschutz. Der Schritt, bei dem die Empfehlungen der dermatologischen Fachgesellschaften am eindeutigsten sind. Morgens als letzter Pflegeschritt vor dem Make-up.

Geduld. Kein Produkt, aber der Schritt, an dem die meisten scheitern.

Warum die Reihenfolge zählt

Von dünn nach dick. Wässrige Texturen zuerst, Cremes danach, Sonnenschutz morgens ganz zuletzt. Wer eine dicke Creme unter ein leichtes Serum legt, bremst dessen Aufnahme, das Serum kommt schlechter an.

Das ist auch der Grund, warum lange Routinen aus dem Internet oft nicht funktionieren: Nicht weil die Produkte schlecht wären, sondern weil zehn Schichten sich gegenseitig im Weg stehen.

Was mir beim Filmen aufgefallen ist

Ich drehe Videos für Beauty-Marken, unter anderem für L’Oréal und Maybelline. Zwei Dinge sind mir dabei aufgefallen, die man der Verpackung nicht ansieht.

Erstens, und das ist mein persönlicher Eindruck nach vielen Drehtagen, nicht das Ergebnis eines Tests: Zwischen zwei Produkten derselben Preisklasse liegt für mich oft mehr Unterschied in Duft, Textur und Gefühl auf der Haut als im Ergebnis. Nützlich zu wissen, bevor man das dritte Serum kauft.

Zweitens: Die Marken, die am ehrlichsten briefen, sagen selbst, dass ihr Produkt Zeit braucht. Wer verspricht, dass man es nach drei Tagen sieht, verkauft ein Gefühl, kein Ergebnis.

Woran du merkst, dass die Routine zu voll ist

Drei Anzeichen, die in dieser Reihenfolge auftauchen:

Wenn eines davon zutrifft, ist Weglassen der schnellste Weg zurück. Zwei Wochen nur die vier Schritte, dann einzeln wieder ergänzen.

Und wenn du mehr willst

Nichts spricht gegen ein Serum oder eine Säure, wenn du ein konkretes Ziel hast. Nur eben eines nach dem anderen und mit genug Zeit dazwischen, um zu sehen, was es macht. Bei Hautproblemen, die dich wirklich belasten, ist eine dermatologische Praxis die bessere Adresse als jeder Beitrag im Netz, meiner eingeschlossen.

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Stand: 25.08.2026. Dieser Text ist meine Erfahrung aus der Arbeit mit Beauty-Produkten, keine medizinische Beratung.

Häufige Fragen

Reicht eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor als Sonnenschutz?

Sie ist besser als nichts. In der Praxis trägt man von einer Tagescreme aber meist deutlich weniger auf, als für den angegebenen Schutz nötig wäre. Wer den Schutz ernst nimmt, fährt mit einem eigenen Sonnenschutz als letztem Schritt einfacher.

Was mache ich, wenn meine Haut gerade gereizt ist?

Weglassen statt draufpacken. Zurück auf milde Reinigung und eine schlichte Pflege, Säuren und andere aktive Stoffe für ein paar Tage pausieren. Wenn es nicht besser wird oder wehtut, ist eine dermatologische Praxis die richtige Adresse, kein weiteres Produkt.

Wie lange dauert es, bis man etwas sieht?

Plane in Wochen, nicht in Tagen. Sechs bis acht Wochen mit derselben Routine sind ein realistischer Zeitraum, um zu beurteilen, ob etwas passt. Wer alle drei Tage etwas Neues ausprobiert, sieht nie, was davon gewirkt hat.

Brauche ich im Winter auch Sonnenschutz?

UVA-Strahlung ist auch im Winter da, wenn auch schwächer als im Sommer. Dermatologische Fachgesellschaften empfehlen deshalb ganzjährigen Schutz. Wie konsequent du das handhabst, ist deine Entscheidung, aber die Annahme, Sonnenschutz sei ein reines Sommerthema, trifft nicht zu.

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